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Über 100 Leute sind unserem – sehr kurzfristigen – Aufruf zum Protest gegen die Kundgebung der extrem rechten Organisation „Bürgerbewegung Pax Europa (BPE)“ am heutigen Samstag den 12. Mai 2018 gefolgt. Auf deren Seiten haben es lediglich 13 Teilnehmende und davon die meisten aus Oberbayern und Mittelfranken geschafft.
Wir bedanken uns bei allen Menschen, die über vier Stunden in praller Sonne dieser rassistischen Kundgebung lautstark Paroli geboten haben.
Am Samstag gegen rechte Hetze in Regensburg
Am morgigen Samstag, dem 12.05.18 ab 11:00 Uhr ist eine Kundgebung der „Bürgerbewegung Pax Europa e. V.“ geplant, die vom Münchner Rechtspopulisten Michael Stürzenberger angemeldet wurde. Das Bündnis Initiative gegen Rechts mobilisiert ab 10:30 Uhr zur Gegenkundgebung, ebenfalls am Domplatz.
Michael Stürzenberger ist ein extrem rechter Multifunktionär. Er tritt als Organisator und Redner bei extrem rechten Sammelbewegungen, wie PEGIDA oder HoGeS auf und zeigt hierbei auch keine Berührungsängste mit Neonazis. Er selbst vertritt ein äußert rassistisches Weltbild das auch in seinen Artikeln für den extrem rechten Blog „Politically Incorrect“ immer wieder sichtbar wird.
Nach dem letzten Versuch der AfD Regensburg, das Thema Moscheebau im Stadtosten zu instrumentalisieren, will die rechte Szene dieses Mal mit einem anderen Akteur die Stadt als Bühne für ihre Hetze nutzen.
Mit der „Bürgerbewegung Pax Europa e. V.“ versuchen die Rechten, sich als Retter der Menschenrechte und der Werte der Aufklärung zu inszenieren. Dies gelingt ihnen aber schlecht, da sie die von ihnen vermeintlich hochgehaltenen Menschenrechte für Geflüchtete, deren Flucht sie als gesteuerte Masseneinwanderung diffamieren, gerade nicht gelten lassen wollen. Auch an ihrem positiven Bezug auf ein vermeintliches homogenes Volk lässt sich erkennen, dass ihre Absicht nicht das Diskutieren über Probleme des Islamismus, sondern eine Instrumentalisierung zu ihren rassistischen Zwecken ist.
Wenn sich in Regensburg Hetzer auf die Straße stellen, dürfen wir das nicht unkommentiert lassen. So wird Regensburg den Rechten am kommenden Samstag zeigen, dass für menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung kein
Platz in dieser Stadt ist.
Kommt um 10:30 Uhr zur Gegenkundgebung am Domplatz.

Am Samstag, den 24.03.18 fand am Regensburger Dom ein erfolgreicher Protest gegen die Kundgebung der lokalen AfD statt. Etwa 400 Menschen folgten unserem Aufruf, ca. 150 Menschen der AfD. Bereits im Vorfeld hatte unser Protest Erfolg, die AfD zog aufgrund des angekündgten zivilgesellschaftlichen Protestes ihre Kundgebung/ Infostand am Samstag den 17.03.18 ab.
Aufruf:
Am 24. März will die AfD gegen den Bau einer Moschee im Stadtosten von Regensburg demonstrieren. Während sich die rassistische Hetze der immer offener extrem rechten Partei in den letzten Jahren maßgeblich gegen Geflüchtete gerichtet hat, rücken damit wieder MuslimInnen in den Fokus. Neu ist dieser kulturreligiös verklausulierte Rassismus nicht. Kampagnen gegen Moscheebauten, Minarette oder ‚das Kopftuch‘ gehören seit knapp zwei Jahrzehnten fest zum Repertoire der extremen Rechten. ‚Die Muslime‘ oder ‚der Islam‘ dienen dabei als Projektionsflächen und werden mit allerlei Gefahren verknüpft: Terrorismus, ‚Islamisierung‘ und ‚Überfremdung‘. In jüngerer Zeit werden zudem zunehmend Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen, Homosexuelle und Jüdinnen und Juden instrumentalisiert, um Ängste zu schüren und damit Zustimmung für das eigene Programm zu erlangen. Ob nun Geflüchtete oder MuslimInnen das Ziel sind, es geht der extremen Rechten um rassistische Ausgrenzung. Tatsächliche oder vermeintliche soziale und kulturelle Unterschiede zwischen ‚den Deutschen‘ und ‚den Anderen‘ werden zu unveränderlichen Zuständen verklärt, es findet eine zwangsweise Homogenisierung innerhalb der sich angeblich unvereinbar gegenüberstehenden Gruppen statt und schließlich wird eine Hierarchisierung vorgenommen. Für die extreme Rechte steht dabei die angebliche eigene Überlegenheit von vornherein fest, woraus sie für sich das Recht zur politischen, ökonomischen und kulturellen Dominanz und den Ausschluss der marginalisierten Gruppen ableitet. Dieser Rassismus drückt sich in den verschiedensten Formen aus: In alltäglichen Diskriminierungen und Angriffen gegen tatsächliche oder vermeintliche Geflüchtete, MuslimInnen und MigrantInnen, in Brandanschlägen, Gewalttaten und Morden, in der europäischen Abschottungspolitik, der Asylgesetzgebung und Abschiebungen oder eben auch in den Wahlergebnissen der AfD, die zu einer allgemeinen Rechtsverschiebung der Politik beitragen.
Wir sagen „STOP IT! Rechter Hetze entgegentreten“. Statt Rassismus setzen wir auf Solidarität, Emanzipation und soziale Gerechtigkeit. Damit ist für uns auch klar, dass wir den Islamismus als im Kern reaktionäre politisch-soziale Bewegung ebenso ablehnen, wie das autokratische System des türkischen Präsidenten Erdogan mit seiner Verfolgung jeglicher oppositioneller Kräfte im Inneren und seiner neo-osmanischen Außenpolitik. Während die AfD in ihrer rassistischen Agitation die Rechte von Frauen, Homosexuellen und Jüdinnen und Juden lediglich instrumentalisiert, ihr Weltbild tatsächlich diesbezüglich jedoch bedeutende inhaltliche Gemeinsamkeiten mit dem Islamismus und dem System Erdogan aufweist, gehört für uns der Kampf für Geschlechtergerechtigkeit, sexuelle Vielfalt und gegen Antisemitismus zum Alltag. Lasst uns am 24. März gemeinsam ein Zeichen gegen den Rassismus der AfD setzen!
Kommt zur Kundgebung um 11:00 Uhr auf den Domplatz (Westportal) und beteiligt euch am lauten und vielfältigen Protest.

Der gestrige Protest gegen die Kundgebung von „PEGIDA“ war ein voller Erfolg. Knapp 2000 Menschen protestierten lautstark am Domplatz gegen den Zusammenschluss aus nur etwa 20 TeilnehmerInnen, von denen circa 15 die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ stellte.
Am Samstag, den 09.09.17 ist eine Kundgebung der ausländerfeindlichen Plattform „PEGIDA“ am Domplatz in Regensburg geplant, bei dem sowohl Organisatoren als auch zu erwartende Teilnehmer dem extrem rechten und neonazistischen Umfeld zuzordnen sind . Die Bündnisse Kein Platz für Nazis und Initiative gegen Rechts mobilisieren ab 17:30 zur Gegenkundgebung.
Rund 200 Menschen beteiligen sich am Protest gegen die AfD.

Aufruf:
Nach der Kundgebung ist vor der Kundgebung!
Am Donnerstag den 06. Juli von 19:00 bis 20:00 wird der Kreisverband Regensburg der rechtsradikalen Partei „Alternative für Deutschland (AfD)“ auf dem Marktplatz in Neutraubling mit einer klassischen Wahlkampfveranstaltung versuchen, Wähler für sich zu gewinnen. Hierfür haben sie ihren Bundessprecher Jörg Meuthen zur Unterstützung ins Boot geholt.
Meuthen gilt innerhalb der Partei als eher moderat rechts. Dies ist jedoch nicht unbedingt als positiv zu sehen, da sein bürgerlicher Anschein auch als Deckblatt seiner teilweise äußerst radikalen Fraktionsmitglieder fungiert.
Das Bündnis „Initiative gegen Rechts“ wendet sich gegen die völkisch-nationalistische, rassistische und rückwärtsgewandte Ideologie dieser Partei, und ebenso gegen den Versuch, diese unter einem bürgerlich-konservativen Deckmantel als vermeintlich gemäßigt zu verbreiten. Deshalb rufen wir dazu auf, zahlreich an der Gegenkundgebung von 18:30 bis 20:30 auf dem Marktplatz in Neutraubling teilzunehmen und sich Meuthen und Co lautstark entgegenzustellen.
Über 300 Menschen beteiligen sich am Protest gegen die AfD.

Aufruf:
Am Dienstag, 04.07.17 von 17:00 bis 19:00 will der Kreisverband der extrem rechten Partei „Alternative für Deutschland (AfD)“ mit einer Kundgebung am Emmeramsplatz versuchen, wieder einmal mit dem Thema „Eurokritik“ Menschen zu überzeugen.
Ihrer rassistischen, nationalistischen und anti-emanzipatorischen Ideologie wollen wir aber lautstark entgegentreten und dafür sorgen, dass die AfD auch hier keinen Erfolg haben wird.
Wir sehen uns am Dienstag um 17 zur angemeldeten Gegenkundgebung am Emmeramsplatz!
Keine „besinnliche Adventszeit“ für die AfD!
Am Samstag, 3.12.16 von 11:00 bis 15:00 will der Kreisverband der extrem rechten Partei „Alternative für Deutschland (AfD)“ mit einem Infostand in der Schwarzen-Bären-Straße erneut versuchen, ihr Parteiprogramm unter die Leute zu bringen. Ihrer rassistischen, nationalistischen und anti-emanzipatorischen Ideologie wollen wir aber lautstark entgegentreten und dafür sorgen, dass die Vorweihnachtszeit für die AfD keine ruhige und besinnliche wird.
Wir sehen uns am Samstag um 11:00 zur angemeldeten Gegenkundgebung in der Schwarzen-Bären-Straße!


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